Schweigen

Anfang dieses Jahres gab es ein bedauernswertes Ereignis in unserem Asylbewerberheim: Brandstiftung – Gott sei dank, nur im Bürotrakt.
Da keine Täter gefasst wurden, sah die Stadtverwaltung auch keinen Grund, rechtsextreme Beweggründe zu verurteilen. Um daraus kein Wahlkampfthema werden zu lassen, dauerte es auch fast 2 Monate bis öffentlich Solidarität mit den Flüchtlingen angemessen gezeigt wurde. Ansonsten war in punkto tatkräftiger Unterstützung nichts auszusetzen. Nur die Tatsache, dass die Stadt, die Caritas und der AK Asyl darauf bestanden, nicht darüber zu reden, fand ich ziemlich beängstigend. Weiterlesen

plenum 01.10.2014

soooo, es ist mal wieder so weit, morgen plenum im EWH. bitte zahlreich erscheinen 🙂

als themen fallen mir auf anhieb ein:

bitte weitere agendapunkte als kommentar oder direkt einfügen.

lg + bis morgen,

jaro

 

OccupyWallStreet + OccupyWarStreet + OccupyYourStreet + OccupyTogether = RealDemocracyNow 🙂

Nächstes Plenum

die näXten paar pleni finden in der weltwirtschaft des EWH (mit kostenlosem wlan 🙂 ) statt, wie schon letztes mal wg. schönem wetter. näXte raumreservierung haben wir dann am 17. september ….

highlights der asamblea im edelweiß, 16.07.14

soooooo, in einer bei EDJM schon länger nicht gespürten superfreundlichen atmosphäre gegenseitiger wertschätzung trafen wir uns 7 seelen im giesinger edelweiß-lokal.

das macht lust auf mehr und ja, hier paar highlights unseres zskommens bzgl „Wie geht es weiter mit der Welt und EDJ? Welche Aktionsformen könnten wir anwenden um auf die Probleme dieser Welt aufmerksam zu machen? Wie können wir den Weg zur Selbstermächtigung beschreiten.

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plenum, 09.07.14, EWH, 20:00

sooooo, meine lieben, hier paar themen für heute abend:

– wie geht es weiter mit unseren assambleas?
– Unterstützer-Anfrage: Demo „#StopWatchingUs“ am 26. Juli 2014 (moralisch und/oder finanziell?) .. s. post von anika vom 05.07.14 10:38 (https://www.facebook.com/groups/257647997626184/permalink/721876057870040/)
– finanzen EDJM (raummiete EWH Q2/2014, musikboxen assambleas apr-jun)
– umgang miteinander (freundlich statt giftig … siehe früherer post (häckeln usw … am besten hat es franz zsgefasst, finde ich) … s. post von mor 29.06.14 16:17 (https://www.facebook.com/groups/257647997626184/permalink/721876057870040/)

– montagsdemo (inkl. fahrt nach berlin, am samstag 19.07.14 glaube ich)

– usw … bitte als kommentar hinzufügen 🙂

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franz-EDJM

Redemanuskript bei der Montagsmahnwache am Sendlinger Tor am 09.06.2014

verantwortlich: Spoxx, Noreen & Andreas
es gilt – wie immer – das gesprochene Wort…

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Die Empörung steht als allererstes.
Das unbestimmte Gefühl zu haben irgendwas stimmt da nicht. Man fühlt sich verarscht, hintergangen, die Welt von der man glaubte sie sei wahr – ist es auf einmal nicht mehr.
Man empfindet Wut. Angst vielleicht sogar.

Wahrscheinlich kommen hier zur Mahnwache auch Menschen, die Angst haben. Angst vor einem Krieg, der so nah ist und vielleicht nicht räumlich begrenzt bleibt. Das bestimmende Moment aber, warum ihr hier seid, ist hoffentlich die Empörung. Nämlich zum Beispiel darüber, dass die meisten Medien in den letzten Monaten sehr einseitig berichtet haben, nämlich “alles, was der Westen macht, ist gut und richtig” und alles andere, insbesondere Putins Handlungen sind falsch, wenn nicht sogar “böse”, weil wir im Westen wollen doch nur das Gute. Die Medien wollen uns Glauben machen, dass die Assoziierung an die EU das einzig Gute für die Ukraine ist. Das ist in der Tat empörend, Es verletzt unsere Intelligenz. Weiterlesen

Unpolitisch – weder rechts noch links?

Kann man unpolitisch für den Frieden sein?

Nicole hat es bereits 1982 beantwortet:

Mit anderen Worten: Nein.

Unpolitisch für den Frieden zu sein ist Sozialromantik. In Deutschland, der EU, in Russland und in den USA, in der Ukraine und in Syrien gibt es Interessen. Herrschende Interessen z.B. der politischen Entscheider, der großen Konzerne, der Oligarchen. Es gibt Feindbilder, Stigmatisierung zur Absicherung dieser wirtschaftlichen und politischen Interessen.

Das Gegensatzpaar von „rechts“ und „links“ ist nach wie vor aktuell, die Grundkonflikte, die das menschliche Zusammenleben immer wieder in den Krieg führen, bestehen fort. Es ist die Komplexität, die sprachliche Verwirrung, der zum Teil erfolgreiche Versuch der Verschleierung der wahren Interessen z.B. der gesellschaftlich herrschenden Eliten, warum wir dieser Unterscheidung nicht mehr trauen.

Immer dann, wenn Einzelinteressen auf Kosten legitimer Interessen der Allgemeinheit der Menschen wie Rechte auf gesunde und ausreichende Nahrung, gleichberechtigte Teilhabe, Gesundheit für alle durchgesetzt werden sollen, ist dies „rechts“, es führt zu Verteilungskämpfen, fördert Aggression und Gewaltbereitschaft. Wer die schlechteren Bildungsabschlüsse von Migrantenkindern rechtfertigt, der „Rasse“ oder Religion zuschreibt, argumentiert „rechts“. Wer Arbeitslose und Hartz-IV-EmpfängerInnen für ihre Situation selber verantwortlich macht, argumentiert „rechts“. Wer sich nicht die Mühe macht, die Zusammenhänge zu verstehen und die Argumentationsmuster aufzudecken, ist im Zweifel auch empfänglich für „rechte“ Argumentationen ohne es zu merken. Wie auch?

Wenn es uns gelingt, solidarischen, kooperativen und selbstbestimmten Wegen des Zusammenlebens Vorrang zu geben, ist dies „links“. Also reden wir über ein Bildungssystem, dass allen gleiche Chancen bietet, also auch die jeweils notwendige Zeit und Unterstützung bietet, dass sich unsere Kinder optimal entwickeln können. Das wäre „links“, genauso wie klar zu benennen, wer schon allein durch das Schüren von Angst vor dem Krieg Geld verdient (nämlich die Rüstungsindustrie – auch in München), was dann an anderen Stellen in unserer Gesellschaft, z.B. bei ErzieherInnen, Altenpflegerinnen und LeherInnen fehlt.

„Rechte“ Argumentationsmuster sind immer so schön einfach: schuld sind die Schwachen selber, schuld sind die Großbanken, die Russen, die Amerikaner, die Asylbewerberinnen. Vermeintliche „Lösungen“ also auch ganz einfach. Verführerisch aber falsch.

Die Welt ist kompliziert, es gibt keine einfachen Antworten und in der Regel ist auch nicht ein Einzelner oder eine bestimmte Gruppe schuld. Unsere Argumentationen können deshalb auch nie einfach sein. Wer dauerhaft Frieden will, wird sich wohl oder übel auf diese Komplexität einlassen müssen.

Veranstaltung aktuell!

Liebe Leute bei EDJ!

Anbei einmal ein paar gaaanz aktuelle Hinweise:

1. Asamblea am Rindermarkt 07.06 – 14-17 Uhr … es wird kreativ und politisch! Uns erwartet eine Rede von Claus bzgl. Medien und Korruption.

Wir werden unsere 6-Akte Paradigma in künstlerischer Form weiter führen und ausbauen ;-).

Ausserdem können wir Absprachen treffen, bzgl der Rede am kommenden Montag!

2. Die Rede die am kommenden Montag als Beitrag von EDJ bei der Montagsdemo am Sendlinger Tor stattfinden wird, und die wir im gemeinsamen knowledge building Prozess hier erarbeiten: http://empoweringdemocracy.wordpress.com/.

Kommt also um 18 Uhr zahlreich! 🙂

Freu mich auf Samstag,

liebe Grüße,

Noreen

Grundsatzpapier vom Mai 2012

Nachdem es im letzten Plenum im EWH und an mehren Stellen schon Nachfragen gab, hier das im Frühjahr 2012 erarbeitete Grundsatzpapier. Nach wie vor die Grundlage für die politische Standortbestimmung von EDJM.

Kooperation statt Konkurrenzdenken… Internationale Solidarität…
Es lohnt sich, noch einmal mehr nachzulesen. „Wir müssen Demokratie neu und als Prozess begreifen lernen. Und diesem Prozess muss die Frage vorangehen: Wie können wir Hierarchie- und Machtstrukturen abbauen mit dem Ziel der freien Entfaltung des Individuums und zum Wohl der Gemeinschaft? (…) Wir sind Teil einer international solidarischen Bewegung.“

(kann es sein, dass es irgendwo noch die Datei ohne den Aufruf zu 12M gibt?)