Schweigen

Anfang dieses Jahres gab es ein bedauernswertes Ereignis in unserem Asylbewerberheim: Brandstiftung – Gott sei dank, nur im Bürotrakt.
Da keine Täter gefasst wurden, sah die Stadtverwaltung auch keinen Grund, rechtsextreme Beweggründe zu verurteilen. Um daraus kein Wahlkampfthema werden zu lassen, dauerte es auch fast 2 Monate bis öffentlich Solidarität mit den Flüchtlingen angemessen gezeigt wurde. Ansonsten war in punkto tatkräftiger Unterstützung nichts auszusetzen. Nur die Tatsache, dass die Stadt, die Caritas und der AK Asyl darauf bestanden, nicht darüber zu reden, fand ich ziemlich beängstigend. Weiterlesen

Nächstes Plenum

die näXten paar pleni finden in der weltwirtschaft des EWH (mit kostenlosem wlan 🙂 ) statt, wie schon letztes mal wg. schönem wetter. näXte raumreservierung haben wir dann am 17. september ….

highlights der asamblea im edelweiß, 16.07.14

soooooo, in einer bei EDJM schon länger nicht gespürten superfreundlichen atmosphäre gegenseitiger wertschätzung trafen wir uns 7 seelen im giesinger edelweiß-lokal.

das macht lust auf mehr und ja, hier paar highlights unseres zskommens bzgl „Wie geht es weiter mit der Welt und EDJ? Welche Aktionsformen könnten wir anwenden um auf die Probleme dieser Welt aufmerksam zu machen? Wie können wir den Weg zur Selbstermächtigung beschreiten.

Weiterlesen

plenum, 09.07.14, EWH, 20:00

sooooo, meine lieben, hier paar themen für heute abend:

– wie geht es weiter mit unseren assambleas?
– Unterstützer-Anfrage: Demo „#StopWatchingUs“ am 26. Juli 2014 (moralisch und/oder finanziell?) .. s. post von anika vom 05.07.14 10:38 (https://www.facebook.com/groups/257647997626184/permalink/721876057870040/)
– finanzen EDJM (raummiete EWH Q2/2014, musikboxen assambleas apr-jun)
– umgang miteinander (freundlich statt giftig … siehe früherer post (häckeln usw … am besten hat es franz zsgefasst, finde ich) … s. post von mor 29.06.14 16:17 (https://www.facebook.com/groups/257647997626184/permalink/721876057870040/)

– montagsdemo (inkl. fahrt nach berlin, am samstag 19.07.14 glaube ich)

– usw … bitte als kommentar hinzufügen 🙂

~~~

franz-EDJM

Unpolitisch – weder rechts noch links?

Kann man unpolitisch für den Frieden sein?

Nicole hat es bereits 1982 beantwortet:

Mit anderen Worten: Nein.

Unpolitisch für den Frieden zu sein ist Sozialromantik. In Deutschland, der EU, in Russland und in den USA, in der Ukraine und in Syrien gibt es Interessen. Herrschende Interessen z.B. der politischen Entscheider, der großen Konzerne, der Oligarchen. Es gibt Feindbilder, Stigmatisierung zur Absicherung dieser wirtschaftlichen und politischen Interessen.

Das Gegensatzpaar von „rechts“ und „links“ ist nach wie vor aktuell, die Grundkonflikte, die das menschliche Zusammenleben immer wieder in den Krieg führen, bestehen fort. Es ist die Komplexität, die sprachliche Verwirrung, der zum Teil erfolgreiche Versuch der Verschleierung der wahren Interessen z.B. der gesellschaftlich herrschenden Eliten, warum wir dieser Unterscheidung nicht mehr trauen.

Immer dann, wenn Einzelinteressen auf Kosten legitimer Interessen der Allgemeinheit der Menschen wie Rechte auf gesunde und ausreichende Nahrung, gleichberechtigte Teilhabe, Gesundheit für alle durchgesetzt werden sollen, ist dies „rechts“, es führt zu Verteilungskämpfen, fördert Aggression und Gewaltbereitschaft. Wer die schlechteren Bildungsabschlüsse von Migrantenkindern rechtfertigt, der „Rasse“ oder Religion zuschreibt, argumentiert „rechts“. Wer Arbeitslose und Hartz-IV-EmpfängerInnen für ihre Situation selber verantwortlich macht, argumentiert „rechts“. Wer sich nicht die Mühe macht, die Zusammenhänge zu verstehen und die Argumentationsmuster aufzudecken, ist im Zweifel auch empfänglich für „rechte“ Argumentationen ohne es zu merken. Wie auch?

Wenn es uns gelingt, solidarischen, kooperativen und selbstbestimmten Wegen des Zusammenlebens Vorrang zu geben, ist dies „links“. Also reden wir über ein Bildungssystem, dass allen gleiche Chancen bietet, also auch die jeweils notwendige Zeit und Unterstützung bietet, dass sich unsere Kinder optimal entwickeln können. Das wäre „links“, genauso wie klar zu benennen, wer schon allein durch das Schüren von Angst vor dem Krieg Geld verdient (nämlich die Rüstungsindustrie – auch in München), was dann an anderen Stellen in unserer Gesellschaft, z.B. bei ErzieherInnen, Altenpflegerinnen und LeherInnen fehlt.

„Rechte“ Argumentationsmuster sind immer so schön einfach: schuld sind die Schwachen selber, schuld sind die Großbanken, die Russen, die Amerikaner, die Asylbewerberinnen. Vermeintliche „Lösungen“ also auch ganz einfach. Verführerisch aber falsch.

Die Welt ist kompliziert, es gibt keine einfachen Antworten und in der Regel ist auch nicht ein Einzelner oder eine bestimmte Gruppe schuld. Unsere Argumentationen können deshalb auch nie einfach sein. Wer dauerhaft Frieden will, wird sich wohl oder übel auf diese Komplexität einlassen müssen.

Podiumsdiskussion TTIP

ttipDrei von uns waren am Dienstag Abend im Gasteig zu einer Podiumsdiskussion über das Thema TTIP. Es sprachen: Jürgen Maier – Geschäftsführer des Forums Umwelt und Entwicklung, Bernd Posselt – EU-Abgeordneter, William E. Moeller – Generalkonsul der USA in München. Erfreulicherweise war die Stimmung im Publikum Anti-TTIP. So fand Jürgen Maier als erster Redner eine gemähte Wiese vor. Ganz anders der Konsul. Er verstrickte sich mit seiner Argumentation in Kleinigkeiten, z.B. dass man mit TTIP endlich einmal die unterschiedlichen Netzstecker abschaffen könnte. Man hatte den Eindruck, Weiterlesen

Über das Wahlvieh und lupenreine Demokratieheuchler

Die Lupenreinen Demokraten wollen den Volkswillen in der Krim nicht anerkennen. Klar, sie sind es gewöhnt bei sich den Volkswillen zu ignorieren. Durch unser passives Verhalten und unsere herdenähnliche, alle vier Jahre stattfindenden Urnengänge, haben wir sie verwöhnt, und selbstverständlich versaut. Wir sind mit schuld an ihrer Dekadenz. Wir ermutigen sie sogar noch dekadenter zu werden, weil wir sie „Demokratisch“ legitimieren. Weiterlesen

#ukraine

Ich habe diese Nachricht, welche ich euch nicht vorenthalten möchte, an den Emailverteiler geschickt:
„Hallo an „alle“,

eine kurze Frage möchte ich stellen: Wo sind die Friedensaktivisten und was machen sie?
Morgen haben wir Krieg und keiner von ihnen geht auf die Straße. Sind sie der SZ Propaganda zum Opfer gefallen?

Ich denke, dass EDJ die Sache in die Hand nehmen sollte und schlage eine spontan Veranstaltung oder Aktion vor. Sagen wir Montag oder Dienstag am Marienplatz zum Beispiel. Was haltet ihr davon?“

Ich habe noch keine Antwort erhalten. Die Eliten, die uns das eingebrockt haben, verdienen einen Staatsstreich von unten. Stattdessen verfallen „alle“ in Starre und warten auf ihren Henker. Die meisten liegen faul und bequem zu hause und betrachten das aktiv sein als eine Nebensache der man nachgeht wenn man nicht gerade beim Skifahren oder Shopen ist. Oder morgen bei der Miss Marionettenwahl 2014 für die Partei. Ich hoffe, dass ich jeden geschockt habe dem ich in der H… treten will.