Redemanuskript bei der Montagsmahnwache am Sendlinger Tor am 09.06.2014

verantwortlich: Spoxx, Noreen & Andreas
es gilt – wie immer – das gesprochene Wort…

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Die Empörung steht als allererstes.
Das unbestimmte Gefühl zu haben irgendwas stimmt da nicht. Man fühlt sich verarscht, hintergangen, die Welt von der man glaubte sie sei wahr – ist es auf einmal nicht mehr.
Man empfindet Wut. Angst vielleicht sogar.

Wahrscheinlich kommen hier zur Mahnwache auch Menschen, die Angst haben. Angst vor einem Krieg, der so nah ist und vielleicht nicht räumlich begrenzt bleibt. Das bestimmende Moment aber, warum ihr hier seid, ist hoffentlich die Empörung. Nämlich zum Beispiel darüber, dass die meisten Medien in den letzten Monaten sehr einseitig berichtet haben, nämlich “alles, was der Westen macht, ist gut und richtig” und alles andere, insbesondere Putins Handlungen sind falsch, wenn nicht sogar “böse”, weil wir im Westen wollen doch nur das Gute. Die Medien wollen uns Glauben machen, dass die Assoziierung an die EU das einzig Gute für die Ukraine ist. Das ist in der Tat empörend, Es verletzt unsere Intelligenz. Weiterlesen

Grundsatzpapier vom Mai 2012

Nachdem es im letzten Plenum im EWH und an mehren Stellen schon Nachfragen gab, hier das im Frühjahr 2012 erarbeitete Grundsatzpapier. Nach wie vor die Grundlage für die politische Standortbestimmung von EDJM.

Kooperation statt Konkurrenzdenken… Internationale Solidarität…
Es lohnt sich, noch einmal mehr nachzulesen. „Wir müssen Demokratie neu und als Prozess begreifen lernen. Und diesem Prozess muss die Frage vorangehen: Wie können wir Hierarchie- und Machtstrukturen abbauen mit dem Ziel der freien Entfaltung des Individuums und zum Wohl der Gemeinschaft? (…) Wir sind Teil einer international solidarischen Bewegung.“

(kann es sein, dass es irgendwo noch die Datei ohne den Aufruf zu 12M gibt?)

Unsere Kultur – zum Frieden unfähig?

Anfangen möchte ich mit einem Zitat von Arno Gruen:

„Unsere Kultur macht es Menschen sehr schwer, ein eigenes freies Selbst zu entwickeln, weil sie das innere Erleben abwertet und Äußerlichkeiten wie Besitz und Status zum Maßstab des persönlichen Selbstwertes erhebt. Gleichzeitig sind in dieser Kultur Gewalt, Dominanzstreben und Rivalität als „positive“ menschliche Qualitäten verankert. Zugespitzt könnte man sagen: Wer im Konkurrenzkampf um Status und Besitz gewinnt, darf sich als stark und bedeutungsvoll erleben. Die „Verlierer“ jedoch, die sich – aus welchen Gründen auch immer – keinen Anteil sichern können, werden als unbedeutend und weniger wert angesehen.“

Arno Gruen: „Ich will eine Welt ohne Kriege“, Klett-Cotta

Unsere Kultur und unser Wirtschaftssystem setzen auf Konkurrenz statt Kooperation. Wer gewinnt, ist ein Held. Helden sind ganz wichtig, mit ihnen kann man sich identifizieren, gerade weil kaum noch Platz für Mitgefühl bleibt. Flüchtlinge, die in Mittelmeer ertrinken; griechische Mütter, die kein Geld haben, um mit ihrem Neugeborenen zum Kinderarzt zu gehen, weil das öffentliche Krankenversicherungssystem nahezu zusammengebrochen ist; Flaschen sammelnde Hartz-IV-EmpfängerInnen in München – kein Platz für Mitgefühl und Solidarität.

Gewalt wird in unserer Gesellschaft heroisiert, spätestens nach 9/11 begann der Krieg gegen den Terror, der Kampf „Gut“ gegen „Böse“. Wer einen Terroristen tötet, ist ein Held. Militärisches Eingreifen in Afghanistan, Irak, Libyen und Syrien gehören zum politischen Handwerk des Westens, sind also auch Teil unserer Kultur. Das Erbe von 500 Jahren europäischer Kolonialgeschichte schimmert da mehr als deutlich durch. Weiterlesen

blockupy 2014

Blockupy in München

Freitag, 16. Mai 2014

15:00-20:00 Uhr am Marienplatz

 Hitergrund:

Blockupy beschränkt sich primär auf Frankfurt. Zur Demonstration der Solidarität werden bundesweit in Großstädten über mehrere Tage hinweg Veranstaltungen stattfinden.

die blinde justitia in frankfurt

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„…dass die Militarisierung uns alle in den Strudel reißt und das Recht vernichtet.“

Im Vorfeld der SIKO 2014, gegen die wir im Rahmen der zentralen Kundgebung und Demo mit eigenen Aktionen auf die Strasse gehen wollen, stellt sich mir die Frage, wie denn in unserem konkreten historischen Moment das Thema „Militarisierung“ – euphemistisch „Sicherheit“ genannt – mit unserem EDJ-Kernthema „Demokratie“ zusammenhängt.
Wie, eigentlich, gefährdet denn die NATO unsere Demokratie? Woran können wir das konkret festmachen?

Einige Einsichten dazu hat mir das folgende Video vermittelt Weiterlesen

TAFTA / TTIP (freihandelsabkommen)

source: here
TAFTA = TransAtlantic Free Trade Area.
TTIP = Transatlantic Trade and Investment Agreement.

few basic issues in english first, german language videos next … if you asked me, this TAFTA / TTIP stuff is going to be the next North Atlantic Terror Organization (NATO). more precisely, some kind of a business-NATO, probably supported by the weapons of its big sister (military-)NATO in order to ensure world-wide economic supremacy and exclusion of others …